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Altstadt der Zukunft  [19.01.2005]

"Rationalität" - sie ist eines der Ziele der Städte in der Moderne. Die mit Stahl und Beton konstruktierten Hochhäuser, die Netzwerke der U- und S-Bahnen oder der Straßen; die Stadtplanung, welche das Leben der Bewohner möglichst angenehm und bequem hält, z.B. die Örtswahl von Einkaufszentren, Wohngebieten und Geschäftsvierteln, usw. Ich denke, Berlin hat dieses Ziel gut umgesetzt, Tokio konnte dieses Ziel bis jetzt leider nicht genug erfüllen. Im Hintergrund gibt es vielleicht mehrere Gründe, wie z.B. die große Dynamik der Ansiedler, die sich aus allen Regionen Japans in der Stadt angesiedelt haben, oder die chaotische Konkurrenz zwischen der Regierung und den Bewohnern, sowie zwischen den Behörden, die keine einheitliche Stadtplanung ermöglichen konnte.


Allerdings war sicherlich das Bestreben vorhanden, die Rationalität zu verwirklichen, unabhängig davon, ob dies möglich oder unmöglich erschien. Heute sieht es jedoch so aus, als hätten Stadtplaner und private Entwickler dieses Bestreben zumindest zum Teil aufgegeben. Manchmal sehen die Bewohner das Chaos auch als einen der Pluspunkte der Stadt.
Man kann die neue Bewegung, das Chaos positiv zu akzeptieren und zu genießen, beobachten, wenn man eines der neulich fertig gestellten Stadtzentren besucht. Das beste Beispiel ist Roppongi-Hills, welches Büroräume, Medien, Gastronomie und Einkaufsviertel kombiniert. Zwar kann man zu diesem, aus mehreren Hochhäusern bestehenden Viertel, direkt von der U-Bahnstation Zugang finden, aber die Rationalität endet am Ausgang der U-Bahnstation. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das im Vergnügungs- und Einkaufsgebiet das Chaos absichtlich errichtet wurde. Auf jedem Stock des Einkaufszentrums befinden sich die Rolltreppen an einer anderen Stelle, so das die Rolltreppe zum jeweils nächsten Stock schwer zu finden ist. Die Gänge zwischen den Gebäuden verbinden diese nicht einfach miteinander, so kann man manchmal in einer Ecke ein kleines Lokal finden. Man kommt sich vor, als würde man eine Gasse einer Altstadt im Mittelalter betreten.
Doch nicht nur ein Viertel, nein, das ganze Gebiet Tokios ist von Chaos erfüllt. Das Verkehrsnetz ist kein einfaches Netz. Es gibt den S-Bahnbetreiber "JR", zwei U-Bahnbetreiber: "Tokio-Metro" und die "Tokio-Metropol-U-Bahn" und viele verschiedene Privatbahnen. Es gibt auch kein einheitliches Fahrkostensystem. Dazu kommt, das die S-Bahn oder Privatbahn auch Züge in der U-Bahnlinie betreibt und die U-Bahngesellschaften auch Züge im S-Bahnbereich oder auf Privatgleisen.
Manchmal bedeutet die Stadt großen Stress, manchmal aber auch erholsame Ruhe! Denn es gibt nicht nur Hektik, sondern auch Stille. Kleine Tempel oder Schreine finden sich im Wald der Wolkenkratzer, oder auch Gärtchen in der Mitte der Stadt. Unzählige solcher versteckten Örte kann man in Tokio entdecken.
Die schmalen und krummen Straßen scheinen ähnlich wie ein Labyrinth? Nein! Die Stadt selbst ist ein Labyrinth. Ein wunderbarer "Spielplatz" für die Tokioter Schwalben... [Text: nagashima / Korrekteurin: Sandra Sato]


vgl.:
Tokyo-Metro: www.tokyometro.jp/index.htm
Tokyo-Metropolitan-U-Bahn: www.kotsu.metro.tokyo.jp/eigyou/subway/rosenzu/rosen_img.html

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